Wachsam bleiben!

Couleur: Was gibt’s Neues bei Pro Gymnasium?

Türtscher: Seit November 2018 sind wir nun – mit der Bestellung von Norbert Santner – in allen neun Bundesländern mit eigenen Landesorganisationen vertreten.*

Couleur: Ist das wichtig, da seit Minister Faßmann die Bildungspolitik in Österreich eh „nach unseren Vorstellungen“ gestaltet wird?

Türtscher. Auf alle Fälle, in der Politik können sich die Dinge schnell ändern – erst kürzlich hat der Tiroler Landeshauptmann Platter seine Vorliebe für die Gesamtschule bekräftigt – und auch in Vorarlberg gibt es eine rührige Gesamtschulszene. Sie hat zwar keine Mehrheit in der Bevölkerung, weiß sich aber mit Unterstützung der Medien, Interessensvertretungen und einigen Landespolitikern in Szene zu setzen.

Couleur: Wie groß war denn der Einfluss von Pro Gymnasium auf die bildungspolitischen Entscheidungen im Laufe des Jahres 2017, die ein vorläufiges Ende für die Gesamtschule in Österreich gebracht haben.

Türtscher: Das können wir nicht abschließend beurteilen, aber wenn ich bewerte, was wir ständig hören, doch relativ groß. Wir haben immer darauf hingewiesen, dass mit der Einführung der Gesamtschule keine Probleme gelöst werden und dass es dafür in der Bevölkerung keine Mehrheit gibt.

Couleur: Wie ist es zu Gründung von Pro Gymnasium gekommen?

Türtscher: Am 2. Oktober 2014 hat sich in Innsbruck Pro Gymnasium der Öffentlichkeit vorgestellt – Proponenten waren damals Peter Retter, Marina Floriani, Ronald Zecha, Norbert Mutz und Florian Dagn. Die konkreten Forderungen waren:
• Aufhebung der Blockade einer sachlichen Bildungsdebatte durch Beendigung der Gesamtschuldiskussion
• Erhalt des achtjährigen Gymnasiums (Vielfalt des Angebotes für Vielfalt der Begabungen und Interessen; Wahlmöglichkeit für Eltern)
• Änderung der Aufnahmekriterien am Gymnasium, längerfristiges Prognoseverfahren statt Notendruck am Ende der Volksschule
• Eine AHS-Langform in jedem österreichischen Bezirk
• Errichtung zusätzlicher Oberstufen-Standorte (ORG, BMHS) zur Erhöhung der Durchlässigkeit (insbesondere in ländlichen Regionen)
• Mehr Wertschätzung gegenüber der beruflichen Bildung und den Lehr-(Handwerks)berufen
• Verstärktes Erkennen und Beheben von Defiziten im Kindergarten-, Vorschul- und Volksschulalter, aber auch in der Erwachsenenbildung
• Mehr Unterstützungspersonal für Lehrer und Schüler (z.B. Psychologen, Sozialarbeiter) und Stärkung der Schulpartnerschaft
• Qualitativer Ausbau der ganztägigen Angebote und Verstärkung des kostenlosen Förderunterrichts sowohl für Begabungen als auch für die Kompensation von Defiziten.

Couleur: Blieb das auf Tirol beschränkt?

Türtscher: Nein, Vorarlberg folgte auf den Fuß. Bereits am 11. Dezember 2014 wurde die Landesgruppe Vorarlberg – ich war und bin Landessprecher –der Öffentlichkeit im Zuge einer Pressekonferenz bekannt gemacht. Ein Glücksfall für uns war, dass die Vorarlberger Schülerunion im Rahmen ihrer Kampagne „Talente durch Vielfalt“ uns vorstellte. Man konnte den durchaus gesamtschulaffinen Journalisten ihren Unmut anmerken! Die öffentliche Präsentation des sehr prominenten Unterstützungskomitees erfolgte dann am 26. Februar 2015. Am 8. Juli 2015 wurde in Innsbruck der österreichweite Verein konstituiert. Zum Obmann wurde Altlandesrat Dr. Rainer Gögele, CLF, aus Vorarlberg gewählt, was sich als Glücksfall entpuppte. Weiters gehörten dem Vorstand Isolde Woolley, Peter Retter, Norbert Mutz, BES, AIn, Matthias Hofer, NOH, BOW, Alp, Marina Floriani, Florian Dagn, Johannes Schretter, Ronald Zecha, TTI, The, Thomas Plankensteiner, R-B, Cld und ich an. Die Gründung der Landesgruppen Salzburg, Tirol, Ober- und Niederösterreich gelang sehr schnell, im Osten Österreichs zog es sich – und im November 2018 hatten wie dann „alle Neune“!

Couleur: Da sind ja ganz schön viele MKVer und CVer dabei!

Türtscher: Im engeren Kreis des Vorstandes waren und sind fast ausschließlich katholisch Korporierte tätig. Das ist ein Qualitätsmerkmal, da kann man sich verlassen!

Couleur: Wie siehst Du das bildungspolitische Engagement der großen Verbände MKV und ÖCV?

Türtscher: In der ganzen Zeit des aktiven Kampfes konnten wir uns auf beide Verbände absolut verlassen – sie haben uns durch Beschlüsse und Öffentlichkeitsarbeit aktiv unterstützt!

Couleur: Wie gestaltete sich Eure Tätigkeit.

Türtscher: Wir konzentrierten uns auf die Öffentlichkeitsarbeit und das politische Lobbying – vor allem auf Bundesebene ist und war natürlich die Bundes-ÖVP unser Ansprechpartner. Durch die Beschlussfassung des neuen ÖVP-Grundsatzprogramms im Mai 2015 mit einem klaren Bekenntnis zum differenzierten Schulsystem gelang ein wichtiger Zwischenerfolg; hier haben sich der damalige Generalsekretär der ÖVP und heutige Minister Gernot Blümel und der ÖAAB mit Obmann Gust Wöginger sehr verdient gemacht.

Couleur: Und die berühmte „Modellregion Vorarlberg“ mit dem „Forschungsprojekt“?

Türtscher: Das Forschungsprojekt war eigentlich von Anfang nicht das Ergebnis systematischer Politik, sondern die Reaktion auf die gescheiterte „Modellregion Lustenau“ im November 2012. Es erfüllt auch den Anspruch der Wissenschaftlichkeit nicht. Der Vorarlberger Landtag beschloss zwar im Juli 2015, man könnte die Gemeinsame Schule als Ende der Reformbemühungen einführen, wie gesagt könnte – eine andere Form hätte in der ÖVP auch keine Mehrheit gefunden. Trotz vieler medialer Bekenntnisse hat es in Vorarlberg gesamtpolitisch nie eine Mehrheit für die Gesamtschule gegeben. Mit dem Bildungsreformgesetz 2017 ist die „Modellregion“ auch rechtlich nicht mehr umsetzbar – eine allfällige Entscheidung über einen Gesamtschulversuch fällt ausschließlich am Schulstandort!

Couleur: Wo sehr Ihr in Zukunft Eure Aufgabe?

Türtscher: Wachsam bleiben!

Dieses Interview erschien in der Ausgabe 2/2019 des Couleur, der Zeitschrift des Mittelschüler-Kartellverbands.

Drei Jahre “Schi-Gesamtschule Arlberg”

Heute sind es drei Jahre her, dass wir unsere Presseaussendung „Pro Gymnasium schlägt Errichtung einer Modellregion ‚Schi-Gesamtschule Arlberg‘“ veröffentlicht haben, der damals viel Interesse entgegengebracht worden ist. Am 12. März 2019 haben die Bregenzer Schülerin Lena Schelling und der Schüler David Hagen (BG Bregenz-Blumenstraße) im Rahmen einer Textanalyse in Form einer Schularbeit diese Aussendung analysiert. Wir drucken diese Arbeiten – mit freundlicher Genehmigung der Verfasser – gerne ab!


ACHTUNG SATIRE (oder doch ernst gemeint?)
Pro Gymnasium schlägt Errichtung einer Modellregion „Schi-Gesamtschule Arlberg“ vor
(1. April 2016)

Die österreichweite Initiative „Pro Gymnasium“ bringt einen konstruktiven Vorschlag in die Diskussion über Modellregionen zur gemeinsamen Schule in Tirol und Vorarlberg ein: „Wir schlagen die Errichtung einer Modellregion Schi-Gesamtschule Arlberg vor“, so Bundesobmann Dr. Rainer Gögele. „Alle bestehenden Schischulen des Arlbergs werden, ob sie wollen oder nicht, in diese Modellregion eingebunden. Kernstück des Fortschritts ist die Auflösung der bisherigen Gruppen, die nach Können der Schikursteilnehmer/innen eingeteilt wurden. Damit ist jetzt Schluss! Ob stark oder leicht Fortgeschrittene oder blutige Anfänger: Alle werden gleichmäßig auf die Gruppen verteilt und bunt zusammengemischt“, erläutert Gögele das zukunftsweisende schipädagogische Konzept.

Dahinter steht das (pseudo)wissenschaftlich belegte Argument, dass die fortgeschrittenen Schifahrer/innen von den Anfängern lernen können und umgekehrt. Insbesondere in den Bereichen Sport und Musik hat sich dieses Prinzip in der Praxis schon mehrfach bewährt. So soll ein Training des SK Hintertux mit der Mannschaft von FC Barcelona das fußballerische Niveau der Zillertaler in unermessliche Höhen getrieben und auch die Spanier neu motiviert haben. Geplant ist auch eine gemeinsame Probenwoche der Musikkapelle Laterns mit den Wiener Philharmonikern, um das musikalische Können beider Klangkörper zu steigern.

Nun soll dieses erfolgversprechende Konzept auch auf die Schischulen übertragen werden, bevor man es auf den Ernstfall Schule loslässt. Eine erste Konsequenz wird das gemeinsame Benützen des einfachsten zur Verfügung stehenden Übungshanges sein, um die Anfänger nicht zu überfordern. Besonders die stark Fortgeschrittenen werden damit ihre Freude haben und ihr Talent voll entfalten können. Am Ende des Schikurses winkt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die sofortige Aufnahme in den A-Kader des ÖSV – die Fortsetzung der österreichischen Schierfolge ist damit langfristig gesichert.

Sollten Schischulbesitzer und Schilehrer/innen einen Einwand gegen diese Modellregion haben: Diese werden gar nicht gefragt! Das wäre ja noch schöner, wenn die Betroffenen mitentscheiden könnten, wie ihre Schischulen arbeiten.
Aber selbstverständlich wird dieses Projekt evaluiert werden. „Dafür schlagen wir ein Expertenteam um ÖSV-Präsident Prof. Peter Schöcksnadel vor“, beschließt Rainer Gögele den zukunftsweisenden Vorschlag von Pro Gymnasium.

David Hagen: Textanalyse: Schi-Gesamtschule Arlberg

Die Presseaussendung „Pro Gymnasium schlägt Errichtung einer Modellregion ‚Schi-Gesamtschule Arlberg‘ vor“ ist ein Satire-Artikel von Rainer Gögele, der am 1. April 2016 von „Pro Gymnasium“ veröffentlicht wurde. Der Anlass für diesen Text ist die von 2012 bis 2017 andauernde Bildungsdebatte in Vorarlberg und Tirol über die Einführung der Gesamtschule der 10- 14-Jährigen. Gögele versucht in seinem Artikel zu veranschaulichen, warum ein solches Modell nicht funktionieren kann.

Rainer Gögele schlägt in seinem Artikel ein neues Schischulen-Modell vor, bei dem Anfänger, Fortgeschrittene und Profis in denselben Gruppen miteinander fahren. Weiters sollen die Musikkapelle Laterns und die Wiener Philharmoniker nach demselben Prinzip miteinander proben und ein Amateur-Fußballclub gemeinsam mit einem weltbekannten Proficlub trainieren. So können Anfänger, laut einem wissenschaftlich belegten Argument, am besten von erfahrenen Sportlern beziehungsweise Musikern lernen und umgekehrt. Wichtig dabei sei aber, dass die betroffenen Skischulen und Vereine kein Mitspracherecht haben, ob sie in dieses neue System aufgenommen werden.
Die wohl wichtigste Darstellungsform in diesem Artikel ist die provokante Satire, die sich über den gesamten Text zieht und Gögele damit seine abwertende Haltung gegenüber der Gesamtschule zum Ausdruck bringt. Der Text ist eindeutig dem publizistischen Stil zuzuordnen, da er fast nur stilistisch neutrale Wörter, wie „Sport“ oder „Fortschritt“, verwendet und keine dialektischen Ausdrücke vorkommen, außer sie stehen unter Anführungszeichen. Zum Beispiel am Ende des ersten Absatzes „Alle werden (…) bunt zusammengemischt.“ Teilweise lassen sich dennoch stilistisch gehobene Ausdrücke, wie „Klangkörper“ am Ende des zweiten und „evaluieren“ im letzten Absatz, finden. Die Sätze sind komplex und enthalten Gliedsätze, daher gehört der Text zum hypotaktischen Stil.

Das Ziel dieser Presseaussendung der Organisation „Pro Gymnasium“ ist ganz klar, den Lesern zu vermitteln, dass die Gesamtschule der 10- bis 14-Jährigen vollkommener Unsinn ist. Das zeigt Gögele schön, indem er drei vollkommen unsinnige Modelle präsentiert, die nach dem gleichen System wie die Gesamtschule funktionieren. Wenn ein hochbegabter und ein schlechter Schüler zusammen denselben Unterricht besuchen, hat das nur zur Folge, dass der gute Schüler unter-, der andere aber überfordert ist. Meiner Meinung nach ist keiner dieser Vorschläge sinnvoll umsetzbar. Weder die drei von Rainer Gögele, noch die Gesamtschule. Egal, ob es sich um Schüler, Sportler oder Musiker handelt, jeder Mensch muss auf seinem Niveau gefördert werden, um das beste Ergebnis zu erhalten. Dabei darf er nicht über-, aber auch nicht unterfordert werden.

Meiner Meinung nach ist dieser Artikel sehr gelungen, da er die Problematik dieses Modells der Gesamtschule sehr humorvoll, aber auch verständlich darstellt. Um aber zu verstehen, auf was Gögele wirklich hinauswill, muss man entweder die Organisation „Pro Gymnasium“ und ihre Inhalte kennen oder über die Ausgangslage, die Debatte über die Gesamtschule, Bescheid wissen.

Lena Schelling: Textanalyse: Schi-Gesamtschule Arlberg

Der Text „Achtung Satire (oder doch ernst gemeint?) Pro Gymnasium schlägt Einrichtung einer Modellregion „Schi-Gesamtschule Arlberg“ vor“ von Pro Gymnasium ist am 1. April 2016 vom eigenen Pressedienst von Pro Gymnasium veröffentlicht worden. In diesem Text spricht Bundesobmann von Pro Gymnasium, Dr. Rainer Gögele von einer Schi-Gesamtschule und macht sich durch seine Formulierung über die „normale“ Gesamtschule lustig.

Pro Gymnasium will eine Modellregion „Schi-Gesamtschule-Arlberg“ errichten und alle Schischulen am Arlberg, auch gegen ihren Willen, einbeziehen. Die bisherigen Gruppen sollen aufgelöst werden und die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer bunt gemischt aufgeteilt werden. Das Können der Schifahrer wird dabei nicht beachtet. Dadurch soll erreicht werden, dass die Fortgeschrittenen und die Anfänger voneinander lernen können. In der Praxis war dies auch schon erfolgreich, wie zum Beispiel bei einer gemeinsamen Trainingseinheit des SK Hintertux und des FC Barcelona. Und bevor dieses Konzept auf Schulen ausgelegt wird, wird es zunächst bei Schischulen getestet. Laut Gögele wird für die Evaluation dieses Projektes ein Expertenteam rund um ÖSV-Präsident Prof. Peter Schröcksnadel vorgeschlagen.
Der Text ist stilistisch sehr neutral geschrieben. Es werden keine gehobenen Ausdrücke verwendet, sondern nur welche, die man auch im Alltag verwenden würde. Pro Gymnasium hat den Verbalstil deutlich bevorzugt, denn in jedem Satz kommt ein Verb vor, und generell ist der Text sehr sachlich geschrieben worden. Zudem sind die Sätze komplex aufgebaut und relativ lang, was auf den hypotaktischen Stil hinweist. Zwar sind alle Wörter des Textes alltagstauglich, jedoch gibt es keinen Hinweis auf einen dialektalen Einfluss, wodurch man also auf einen fachsprachlichen Stil schließen kann.

Die Überschrift „Achtung Satire“ beinhaltet schon das Hauptstilmittel. Pro Gymnasium macht sich mit Hilfe von Satire über die Gesamtschule lustig und verspottet sie auch ein bisschen. Dies bemerkt man vor allem bei dem Satz „Das wäre ja noch schöner, wenn die Betroffenen mitentscheiden könnten, wie ihre Schischulen arbeiten.“, der vor Verachtung und Spott nur so trieft. Aber auch die Aussage, dass sich die stark Fortgeschrittenen über den sehr einfachen Übungshang freuen und ihr Talent voll entfalten werden und können, zeigt Gögeles Stellungnahme zur Gesamtschule.
Gögele möchte mit diesem Text bewirken, dass das Konzept Gesamtschule noch einmal gründlich überdacht wird. Ich persönlich denke, dass der Vorschlag der sofortigen Aufnahme in den A-Kader nach dem Abschluss des Schikurses nicht verwirklichbar ist. Denn für den A-Kader braucht es ein jahrelanges Training und nach einem Schikurs auf einem sehr einfachen Übungshang sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sicher nicht gut und fit genug für den A-Kader.
Der Text im Allgemeinen gefällt mir sehr gut, da Pro Gymnasium durch die versteckte und doch offensichtliche Botschaft zum Denken anregt. Es sollten alle Beteiligten über die Situation mitbestimmen dürfen und man sollte darüber nachdenken, was für jeden einzelnen das Beste wäre.

Iris Fries neue Landessprecherin von Pro Gymnasium in Oberösterreich

„Mag. Iris Fries wurde vom Vorstand zur neuen Oberösterreichischen Landessprecherin von Pro Gymnasium bestellt“, berichtet Rainer Gögele, der Obmann von Pro Gymnasium Österreich. „Ich freue mich über die Bereitschaft von Iris Fries, diese Funktion zu übernehmen – sie tritt die Nachfolge von Eva Gattringer und Josef Gappmaier an, denen ich für ihre verdienstvolle Tätigkeit herzlich danke. Sie weiß aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Lehrerin, Administratorin, Vizeobfrau der GÖD-AHS und Obfrau der ÖAAB-AHS-Lehrerinnen und Lehrer in Oberösterreich, welche bildungspolitischen Entscheidungen in Österreich notwendig sind – und v.a., welche nicht!“, hält Gögele fest. Die 38-jährige Iris Fries ist Administratorin und Lehrerin am BRG Linz-Fadingerstraße; sie unterrichtet die Fächer Mathematik und Geographie und Wirtschaftskunde.

„Das differenzierte Schulwesen ist eine zentrale und wichtige Säule unseres Schulsystems“, betont Fries. „Wir müssen unseren Kindern die bestmöglichen Bedingungen für ihre Entwicklung bieten. Nur in einem Umfeld, in dem sie sich wohlfühlen, werden sie ihre bestmöglichen Leistungen abrufen können. Die Schüler sollen nach ihren Begabungen und Fähigkeiten gefördert und gefordert werden. Mit den derzeitigen Lehrerressourcen ist dies nur in homogenen Gruppen pädagogisch möglich.“

„In den zentralen Überlegungen spielen auch die Kolleginnen und Kollegen eine wichtige Rolle. Die Bedingungen an den Schulen müssen sich verbessern: Die Ressourcen sind endlich fair zu verteilen“, verlangt Fries. „Bei den ganztägigen Schulformen kommen die Investitionen nicht im Gymnasium an. Sie werden ausschließlich für die Pflichtschule verbraucht. Gleiche Bedingungen für ALLE wäre hier das Motto. Durch eine wertfreie Analyse der Testungen und Qualitätsmessungen müssen endlich die sehr guten Ergebnisse und hervorragenden pädagogischen Leistungen in den Gymnasien anerkannt werden. Mit verminderten Ressourcen werden hier großartige Erfolge gefeiert. Ebenso meistert das Gymnasium alle neuen Entwicklungsaufgaben im Bildungsbereich hoch professionell und ist entscheidender Faktor für die positive Weiterentwicklung unserer Bildungslandschaft.“

„Unsere Forderungen sind klar“, so Gögele, „keine weiteren Gesamtschulversuche in Österreich, sondern Konzentration auf das Wesentliche: Dabei geht es v.a. um die Frühförderung, die Änderung der Aufnahmekriterien ins Gymnasium, mehr Wertschätzung gegenüber der dualen Ausbildung, ein verstärktes Erkennen und Beheben von Defiziten und Wahrnehmung von Chancen im Kindergarten-, Vorschul- und Volksschulalter, mehr Unterstützung für die Schulen durch Psychologen, Sozialarbeiter, etc., einen qualitativen Ausbau des ganztägigen Angebots und eine Verstärkung des kostenlosen Förderunterrichts. Seit der Amtsübernahme von Bundesminister Faßmann“, betont Gögele, „sind wir auf einem guten Weg: Das österreichische Schulwesen ist nun wieder der Leistungsorientierung und dem Hausverstand verpflichtet. Das unterstützten wir!“

Pro Gymnasium ist in allen Bundesländern vertreten!

„Mit der Bestellung von Dir. Mag. Norbert Santner zum neuen Kärntner Landessprecher von Pro Gymnasium ist Pro Gymnasium nun in allen Bundesländern mit kompetenten Persönlichkeiten vertreten, die die Sache von Pro Gymnasium – ein Ende der Strukturdebatte und die Konzentration auf relevante, sachliche Inhalte für die Weiterentwicklung der Bildungslandschaft – wirkungsvoll vertreten “, freut sich Rainer Gögele, der Obmann von Pro Gymnasium Österreich. „Das sind Mag. Wolfgang Türtscher in Vorarlberg, Dr. Isolde Woolley in Tirol, LSI HR Mag. Gunter Bittner in Salzburg, aLAbg Eva-Maria Gattringer und Dr. Josef Gappmaier in Oberösterreich, LSI HR Mag. Brigitte Wöhrer in Niederösterreich, Dir. Mag. Robert Baldauf in Wien, Dir. Mag. Josef Mayer im Burgenland, HR Dir. Dr. Gerda Lichtberger in der Steiermark und Dir. Mag. Norbert Santner in Kärnten.“ (Pro Gymnasium ist seit 2014 aktiv; im Juli 2015 wurde erstmals ein Bundesvorstand mit Dr. Rainer Gögele an der Spitze gewählt, der 2017 wiedergewählt worden ist.)

„Es ist zwar seit der Amtsübernahme von Bundesminister Faßmann so“, betont Gögele, „dass wir bildungspolitisch auf einem guten Weg sind: Das österreichische Schulwesen ist nun wieder der Leistungsorientierung und dem Hausverstand verpflichtet. Das unterstützten wir! Es ist aber trotzdem notwendig, für ein leistungsorientiertes Bildungssystem ständig öffentlich einzutreten – aus der leidvollen Erfahrung mit der österreichischen Bildungspolitik der letzten Jahre wissen wir, dass das auch anders sein kann!“

„Unsere Forderungen sind klar“, so Gögele, „keine weiteren Gesamtschulversuche in Österreich, sondern Konzentration auf das Wesentliche: Dabei geht es v.a. um die Frühförderung, die Änderung der Aufnahmekriterien ins Gymnasium, mehr Wertschätzung gegenüber der dualen Ausbildung, ein verstärktes Erkennen und Beheben von Defiziten und Wahrnehmung von Chancen im Kindergarten-, Vorschul- und Volksschulalter, mehr Unterstützung für die Schulen durch Psychologen, Sozialarbeiter, etc., einen qualitativen Ausbau des ganztägigen Angebots und eine Verstärkung des kostenlosen Förderunterrichts. Das Bekenntnis zum differenzierten System beinhaltet auch die Forderung, dass bisher benachteiligte Bezirke – z.B. Hermagor in Kärnten, Murau, die Südoststeiermark und Deutschlandsberg in der Steiermark – eine gymnasiale Unterstufe bekommen.

Norbert Santner neuer Landessprecher von Pro Gymnasium in Kärnten

„Dir. Mag. Norbert Santner wurde vom Vorstand zum neuen Kärntner Landessprecher von Pro Gymnasium bestellt“, berichtet Rainer Gögele, der Obmann von Pro Gymnasium Österreich. „Ich freue mich über die Bereitschaft von Norbert Santner, diese Funktion zu übernehmen. Er weiß aus seiner langjährigen Tätigkeit als Lehrer, Lehrervertreter, Direktor und Politiker, welche bildungspolitischen Entscheidungen in Österreich notwendig sind – und vor allem, welche nicht!“, hält Gögele fest. Der 44-jährige Norbert Santner ist Direktor des BRG Spittal an der Drau und Gemeindevorstand in seiner Heimat Millstatt am See; er hat die Fächer Mathematik, Geographie und Informatik unterrichtet.

„Das differenzierte Schulwesen ist eine zentrale und wichtige Säule unseres Schulsystems“, betont Santner. „Wir müssen unseren Kindern die bestmöglichen Bedingungen für ihre Entwicklung bieten. Nur in einem Umfeld, in dem sie sich wohlfühlen, werden sie ihre bestmöglichen Leistungen abrufen können. Die Schüler sollen nach ihren Begabungen und Fähigkeiten gefördert und gefordert werden. Mit den derzeitigen Lehrerressourcen ist dies nur in homogenen Gruppen pädagogisch möglich.“

„In den zentralen Überlegungen spielen auch die Kolleginnen und Kollegen eine wichtige Rolle. Die Bedingungen an den Schulen müssen sich verbessern: Die Ressourcen sind endlich fair zu verteilen“, verlangt Santner. „Bei den ganztägigen Schulformen kommen die Investitionen nicht im Gymnasium an. Sie werden ausschließlich für die Pflichtschule verbraucht. Gleiche Bedingungen für ALLE wäre hier das Motto. Durch eine wertfreie Analyse der Testungen und Qualitätsmessungen müssen endlich die sehr guten Ergebnisse und hervorragenden pädagogischen Leistungen in den Gymnasien anerkannt werden. Mit verminderten Ressourcen werden hier großartige Erfolge gefeiert. Ebenso meistert das Gymnasium alle neuen Entwicklungsaufgaben im Bildungsbereich hoch professionell und ist entscheidender Faktor für die positive Weiterentwicklung unserer Bildungslandschaft.“

„Unsere Forderungen sind klar“, so Gögele, „keine weiteren Gesamtschulversuche in Österreich, sondern Konzentration auf das Wesentliche: Dabei geht es vor allem um die Frühförderung, die Änderung der Aufnahmekriterien ins Gymnasium, mehr Wertschätzung gegenüber der dualen Ausbildung, ein verstärktes Erkennen und Beheben von Defiziten und Wahrnehmung von Chancen im Kindergarten-, Vorschul- und Volksschulalter, mehr Unterstützung für die Schulen durch Psychologen, Sozialarbeiter, etc., einen qualitativen Ausbau des ganztägigen Angebots und eine Verstärkung des kostenlosen Förderunterrichts. Seit der Amtsübernahme von Bundesminister Faßmann“, betont Gögele, „sind wir auf einem guten Weg: Das österreichische Schulwesen ist nun wieder der Leistungsorientierung und dem Hausverstand verpflichtet. Das unterstützten wir!“

AHS-Langform für die Südoststeiermark

Seit einiger Zeit bemüht sich die Initiative “IG-SOS” (Interessensgemeinschaft Südoststeirische Schuloffensive) im steirischen Bezirk Feldbach eine AHS-Langform zu etablieren.

In den letzten Monaten ist durch ein erweitertes Team der IG-SOS viel auf den Weg gebracht worden: Anträge, Eingaben, Pressekonferenz, Informationsveranstaltungen, Gespräche mit PolitikerInnen aller Parteien. Ein Termin im Bildungsministerium mit Kabinettchef Dr. Markus Benesch war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Durch einen glücklichen Zufall haben die Vertreter von IG-SOS vor dem BMBWF Dr. Heinz Faßmann getroffen und konnten sofort mit ihm in ein kurzes sachliches Gespräch einsteigen.

Kurzum: Pro Gymnasium unterstützt diese Initiative und ersucht Sie, dies ebenfalls unter folgendem Link zu tun:

http://www.ig-sos.at

 

Autonomiepaket und Gesamtschulmodellregionen – ein Jahr danach

Ein Jahr ist es nunmehr her, dass als einziger Lichtblick im Zuge des heftig diskutierten Autonomiepakets erreicht werden konnte, dass auch zukünftig nicht gegen den Willen der Betroffenen eine Modellregion zur Gesamtschule eingerichtet werden kann.

„”Damit wurde ein wesentliches Anliegen der Initiative ‚Pro Gymnasium‘ erfüllt“, so Pro-Gymnasium-Bundesobmann Dr. Rainer Gögele: „”Insbesondere geht es uns darum, dass durch eine Beendigung der unseligen Strukturdebatte (Gymnasium versus Gesamtschule) die Voraussetzungen geschaffen werden, sich wesentlichen inhaltlichen Weiterentwicklungen unseres Bildungssystems widmen zu können. Das Autonomiepaket, das nun seit einem Jahr für Unruhe in Österreichs Schulen sorgt, leistet das jedenfalls nicht“, hält Gögele fest.



Droht bildungspolitische Steinzeit?

Bei der Präsentation des Regierungsprogramms der türkis-blauen Bundesregierung gingen bei rot-grün-pinken Bildungspolitikern die Wogen hoch. Sie malten den Untergang des österreichischen Bildungswesens an die Wand und warnten vor Ziffernnoten in Volksschulen, Stärkung der Sonderpädagogik, Deutschklassen für fremdsprachige Schüler und Absage an die Gesamtschule. Nach der ersten Aufregung gehen bei Beginn der Umsetzung die Wogen wieder hoch. Ohne ideologische Brille, sondern mit Hausverstand betrachtet, kann den geplanten Maßnahmen nur zugestimmt werden.

Ziffernnoten in der Volksschule geben Kindern und Eltern klarer Auskunft über die Leistungen als seitenlange verklausulierte und teilweise aus Textbausteinen bestehende Beschreibungen mit Häkchen und Smileys. Zusätzliche Informationen sind weiterhin möglich und mitunter auch nötig. Tatsache ist, dass viele Eltern bei verbaler Beurteilung nachfragen, welcher Note das entspricht. Auch den Schülern ist mitunter eine klare Beurteilung lieber, ist diese doch auch für sie klarer verständlich.

Deutsch vor Eintritt in den Regelunterricht wird vielfach gefordert, eigene Deutschklassen aber von Rot-Grün-Pink als Ghettoklassen abgelehnt. Kinder lernen, wenn fast nur Deutsch gesprochen wird, die Sprache sehr schnell. Daran soll auch nichts geändert werden. In Ballungszentren sind jedoch Deutsch sprechende Kinder in vielen Klassen eine verschwindende Minderheit. Von wem sollen nicht deutschsprachige Kinder in diesem Fall Deutsch lernen? Kinder, die dem Unterricht nicht folgen können, lernen nichts dabei, die anderen werden beim Lernen behindert, denn die Lehrer müssen sich um jene kümmern, die nicht mitkommen. Beispiele aus anderen Ländern zeigen, dass dann intensive Sprachkurse effizienter sind. In wenig sprachsensiblen Fächern ist zudem ein gemeinsamer Unterricht möglich.

Auch wenn es politisch unkorrekt ist, muss zur Kenntnis genommen werden, dass Inklusion Grenzen hat. In bestimmten Fällen sind sonderpädagogische Schulen besser geeignet, Kinder auf ein möglichst selbstständiges Leben vorzubereiten. Das bestätigten immer wieder Eltern von Kindern mit großem Förderbedarf. Umso wichtiger sind der Erhalt dieser Schulen und vor allem die Wiederaufnahme der Ausbildung für Sonderpädagogen.

Wer immer noch die gemeinsame Schule fordert, muss sich zu horrenden Personalkosten bekennen, die für auch nur annähernd so gute Ergebnisse wie im bewährten differenzierten System nötig sind. Weder für eine bundesweite Einführung noch für Modellregionen sind ausreichend Mittel vorhanden. Auch die Länder können diese nicht aus eigenen Mitteln finanzieren, Modellregionen bleiben eine Vision.

Diesen grundvernünftigen Maßnahmen müssen noch weitere folgen, um aus den linken Bildungswirren der vergangenen Jahre herauszufinden.

Gastkommentar von Pro Gymnasium Mitstreiter Sigi Neyer in der Neuen Vorarlberger Tageszeitung vom 27.5.2018.

Pressekonferenz zur „AHS-Unterstufe“ in Feldbach

Zu unseren Zielen gehört zu erreichen, dass es in jedem Bezirk Österreichs zumindest eine AHS-Langform gibt. Daher unterstützen wir die Bemühungen in Feldbach und weisen gerne auf folgenden Medientermin hin:

Die IG Südoststeiermark, als Interessensvertretung für die Einführung einer AHS-Unterstufe in Feldbach, darf Sie recht herzlich zur Pressekonferenz am 17. Mai 2018, um 12 Uhr ins Gasthaus Pfeiler in Feldbach einladen.

Die hochkarätige Gesprächsrunde besteht aus:
HR Mag. Dr. Josef Unger, Sprecher der IG SOS,
Oliver Haditsch, Vizepräsident des Landeselternverbandes Steiermark,
Mag. Dr. Gerda Lichtberger, Verein Pro Gymnasium,
Mag. Gerhard Riegler, ZA-Vorsitzender der ÖPU,
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der GÖD AHS-Gewerkschaft,
Eltern aus der Region.

Gerne beantworten wir schon vorab etwaige Fragen zum Verlauf der Pressekonferenz. Zögern Sie daher nicht, uns telefonisch unter 0664/9177701 (Josef Unger) zu kontaktieren.

Josef Mayer ist neuer Landessprecher von Pro Gymnasium im Burgenland

„Direktor Mag. Josef Mayer wurde bei der letzten Generalversammlung zum neuen Landessprecher von Pro Gymnasium im Burgenland bestellt“, berichtet Rainer Gögele, der Obmann von Pro Gymnasium Österreich. „Ich freue mich über die Bereitschaft von Josef Mayer, diese Funktion zu übernehmen. Er weiß aus seiner langjährigen Tätigkeit als Pädagoge, Direktor und Kommunalpolitiker, was wir im österreichischen Schulwesen brauchen – und v.a., was nicht!“, hält Gögele fest. Josef Mayer unterrichtet Englisch und Deutsch, ist Direktor des Bischöflichen Gymnasiums in Eisenstadt und war mehr als 30 Jahre als Kommunalpolitiker in seiner Heimatstadt Eisenstadt tätig, bis zum Oktober 2017 als Vizebürgermeister.

Josef Mayer bekennt sich zu einem Schulsystem, in dem jedes Kind gemäß seinen Talenten und Neigungen gefördert werden soll, in dem es aber auch möglich sein soll, dass Leistung eingefordert werden darf und kein Tabuwort ist. Weiters muss es jungen Menschen ermöglicht werden, die Ausbildung zu bekommen, die ihren Begabungen entspricht und sie nicht ein Einheitskorsett zu stecken!

„Unsere Forderung ist klar“, so Gögele, „keine weiteren Gesamtschulversuche in Österreich, sondern Konzentration auf das Wesentliche: Dabei geht es v.a. um die Frühförderung, die Änderung der Aufnahmekriterien ins Gymnasium, mehr Wertschätzung gegenüber der dualen Ausbildung, ein verstärktes Erkennen und Beheben von Defiziten im Kindergarten-, Vorschul- und Volksschulalter, mehr Unterstützung für die Schulen durch Psychologen, Sozialarbeiter, etc. und einen qualitativen Ausbau des ganztägigen Angebots und eine Verstärkung des kostenlosen Förderunterrichts. Es ist zu betonen“, so Gögele, „dass viele unserer Anliegen jetzt ernst genommen werden und einer Verwirklichung zugeführt werden, seit Heinz Faßmann am 18.12.2017 Bildungsminister geworden ist.“

Ein gutes Bildungsprogramm für Österreich!

„Das von ÖVP und FPÖ vorgelegte Bildungsprogramm für die neue Bundesregierung kann sich sehen lassen“, lobt Rainer Gögele, der Bundesobmann von Pro Gymnasium, das Bemühen der beiden Parteien um mehr Leistungsorientierung, Praxisorientierung und Sachlichkeit. „Deutsch vor Schuleintritt, die Erhaltung und den Ausbau der Sonderpädagogik, der verpflichtende Ethikunterricht bei Abmeldung vom Religionsunterricht – und damit ein klares Bekenntnis zum Religionsunterricht -, die Stärkung der Lehre, das Bekenntnis zum achtjährigen Gymnasium, die Wiedereinführung des bewährten Notensystems und die systematische Begabtenförderung sind nur ein paar Punkte, die bei konsequenter Umsetzung dafür sorgen werden, dass die Leistungen der österreichischen Schule wieder besser werden“, ist Gögele überzeugt.

„Leider ist es ja so, dass sogenannte ‚zeitgeistige Reformen‘ dazu geführt haben, dass die Leis-tungsbereitschaft ständig nachgelassen hat. Dazu haben sogenannte ‚Experten‘ nicht unwesent-lich beigetragen, wenn sie glaubten, die Abschaffung der Noten würde den Erfolg erhöhen, die Senkung der Zahl der Klassenwiederholungen würde leistungssteigernd wirken, Hausübungen seien nicht sinnvoll, das Streichen von Schultagen wäre notwendig und in heterogenen Gruppen würde man bessere Leistungen erzielen als in Leistungsgruppen“, erinnerte Gögele an Fehlent-wicklungen der letzten Jahre. „Das scheint nun vorbei zu sein.“

„Damit sind auch wesentliche Anliegen der Initiative ‚Pro Gymnasium‘ erfüllt“, so Gögele. „Viele unserer Forderungen – wie etwa die Frühförderung, die Änderung der Aufnahmekriterien ins Gymnasium, mehr Wertschätzung gegenüber der dualen Ausbildung, ein verstärktes Erken-nen und Beheben von Defiziten im Kindergarten-, Vorschul- und Volksschulalter, mehr Unter-stützung für die Schulen durch Psychologen, Sozialarbeiter, etc. und einen qualitativen Ausbau des ganztägigen Angebots und einer Verstärkung des kostenlosen Förderunterrichts – lassen sich nun umsetzen! Das ist rundherum erfreulich“, zeigt sich Gögele zufrieden.

Eine gewonnene Wahl!

„Das Ergebnis der Nationalratswahlen am 15. Oktober 2017 ist auch aus der Sicht des achtjährigen Gymnasiums als wesentlichen Bestandteil der österreichischen Bildungslandschaft sehr erfreulich“, kommentiert Rainer Gögele, der Obmann von Pro Gymnasium Österreich, den Entscheid der österreichischen Bevölkerung. „Die beiden Parteien, die sich ausdrücklich für den Erhalt des achtjährigen Gymnasiums einsetzen – ÖVP und FPÖ – haben im neugewählten Parlament eine absolute Mehrheit. Damit ist es in den nächsten Jahren unmöglich, hier eine Änderung zulasten der schulischen Qualität zu beschließen.“

„Mit der Übernahme des Parteivorsitzes durch Sebastian Kurz und dem Wahlprogramm der ÖVP im September 2017 ist auch die Linie der ÖVP wieder klar“, freut sich Rainer Gögele. „Durch die zeitweise Präferierung von Gesamtschullösungen durch die ÖVP-Landesgruppen Vorarlberg und Tirol seit 2011 hat es hier Verunsicherungen gegeben. Aber schon das neue Parteiprogramm der Bundes-ÖVP im Mai 2015 bekennt sich klar zum differenzierten Schulsystem und damit zum achtjährigen Gymnasium. Es ist erfreulich, dass sich dieser Standpunkt nun österreichweit durchgesetzt hat“, so Gögele.

„Es wäre aber falsch sich zufrieden zurückzulehnen, denn es gibt noch viel zu tun“, so Gögele: „Nachdem die Strukturfrage nun geklärt ist, geht es v.a. um die Frühförderung, die Änderung der Aufnahmekriterien ins Gymnasium, mehr Wertschätzung gegenüber der dualen Ausbildung, um ein verstärktes Erkennen und Beheben von Defiziten im Kindergarten-, Vorschul- und Volksschulalter, mehr Unterstützung für die Schulen durch Psychologen, Sozialarbeiter, etc., einen qualitativen Ausbau des ganztägigen Angebots, einer Verstärkung des kostenlosen Förderunterrichts und mehr Leistungsorientierung auf allen Ebenen.“